FDP Ostprignitz-Ruppin
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Medizinische Hochschule Brandenburg: Leuchttürme braucht das Land!

Wissenschaft bedeutet hochqualifizierte Arbeitsplätze, Impulse für die Wirtschaft und Chancen für die Zukunft. Wissenschaftliche Forschung und Lehre sind deshalb ein maßgebliches Instrument, um den demographischen Wandel zu bewältigen und dem Ausbluten ländlicher Regionen entgegen zu wirken. Die Medizinische Hochschule Brandenburg (MHB) in Neuruppin ist essentiell wichtig für Ostprignitz-Ruppin und stellt ein Leuchtturmprojekt für den gesamten Landkreis dar.

Das ist das Resümee eines informativen Gesprächs von Dr. Gabriele Schare-Ruf mit Dr. Matthias Voth, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor der Ruppiner Kliniken, Mitte Januar. Im Rahmen dieses Gespräches erläuterte Dr. Voth ausführlich die Zielsetzung der MHB. Dabei ging es u.a. um die generelle Gesundheitsvorsorge im ländlichen Raum, um den omnipräsente Fachkräftemangel sowie kurz-, mittel- und langfristige Lösungsansätze und dafür erforderliche Ausrichtungen.

Zur Sprache kam in diesem Rahmen auch, dass sich die MHB in kommunaler und gemeinnütziger Trägerschaft befindet und immer wieder um eine ausreichende Finanzierung von Forschung im Sinne des Wissenschaftsrates ringen muss. Der dringend erforderliche weitere Ausbau der Studiengänge ist daher ohne Fördermittel des Landes kaum zu bewältigen.

Frau Dr. Schare-Ruf ist der Überzeugung, dass die langfristige finanzielle Sicherung der MHB nicht allein in der Verantwortung des Kreises liegen kann, sondern aufgrund der überregionalen Bedeutung auch dem Land Brandenburg obliegt. Daher hat sie einen entsprechenden Antrag für das Wahlprogramm der FDP Brandenburg eingebracht, der vom Landesvorstand der Liberalen angenommen wurde.

Im Sinne des Prinzips „Geld folgt Studierenden“ fordert Frau Dr. Schare-Ruf, Hochschulstandorte und andere entsprechend hochqualifizierte Bildungseinrichtungen auch außerhalb der Ballungsräume zu schaffen, um jungen Menschen auch in ländlichen Regionen eine adäquate Ausbildung zu ermöglichen. So können sie an ihre Heimatregion gebunden werden, bleiben als Fachkräfte vor Ort erhalten, fördern im besten Fall den Zuzug weiterer hochqualifizierter Fachkräfte und wirken dem demographischen Wandel im ländlichen Raum entgegen.

Auszug aus dem FDP-Wahlprogramm “Brandenburg – Land der Chancen”

Aus dem Land. Für das Land: Die MHB ist die erste kommunal und freigemeinnützig getragene universitäre Bildungseinrichtung für Medizinerinnen und Mediziner im Land Brandenburg. Sie steht für ein neues Verständnis von umfassender individueller Bildung in Medizin und Psychologie. Vor dem Hintergrund des drohenden, zum Teil auch schon bestehenden Ärztemangels in Brandenburg leistet die MHB einen grundlegenden Beitrag, angehende Ärztinnen und Ärzte fürs Land zu gewinnen und zu qualifizieren, um die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen nachhaltig zu sichern. Daher ist es geboten, der MHB den im Hinblick auf staatliche Hochschulen gleichberechtigten Zugang zu öffentlicher Förderung zu ermöglichen. Die MHB sollte für die Schaffung der für das Land notwendigen Studienplätze bei der Vergabe öffentlicher Mittel (Nachfolge “Hochschulpakt“) angemessen berücksichtigt und ausgestattet werden.

©MHB Neuruppin

Über die Medizinische Hochschule Brandenburg

Die MHB ist eine staatlich anerkannte Hochschule in kommunaler und gemeinnütziger Trägerschaft. Sie steht für innovative Lehrkonzepte sowie für die Einheit von Forschung, Lehre und Patientenversorgung. Mit den drei Hochschulkliniken Ruppiner Kliniken, Städtisches Klinikum Brandenburg und Immanuel Klinikum Bernau, Herzzentrum Brandenburg sowie aktuell landesweit über 20 kooperierenden Kliniken und rund 100 Lehrpraxen bündelt sie wissenschaftsbasiertes und praxisorientiertes Know-how für das Studium einer neuen Generation von Medizinern und Psychologen.

Die Medizinische Hochschule Brandenburg versteht sich als eine am Gemeinwohl orientierte Universität mit einem in dieser Form einmaligen Gesellschafterkreis aus Kommunen, Krankenhäusern und Diakonie. Vor dem Hintergrund ihres Gründungsimpulses und auf der Grundlage ihrer Zielsetzung will sie eine Universität sein und werden, die sich etwas zutraut, die in Lehre und Forschung mutig neue Wege geht, beherzt Neuland betritt und als Bildungspionier zur Lösung drängender gesellschaftlicher Fragen beiträgt. Und sie will eine Universität sein und werden, die Raum gibt zur Entfaltung von Talent und zur Entwicklung von Persönlichkeit.

Eine Universität, die sich um das individuelle Entwicklungspotenzial jedes Einzelnen bemüht, die es fördert und fordert. Eine Universität, die in zukünftigen Aufgaben ihre Lern-, Innovations- und Beziehungsfähigkeit immer wieder neu unter Beweis stellt. Eine Universität, an der es nicht nur Freude macht zu studieren, sondern auch zu lehren, zu forschen und zu arbeiten. Und schließlich: eine Universität, die mit ihrer gemeinnützig-unternehmerischen Verfasstheit und ihrem besonderen Gesellschafterkreis aus Kommunen, Krankenhäusern und Diakonie einen Beitrag zur medizinischen und psychotherapeutischen Versorgung des Landes, zur Zukunft der Gesundheit und zum gesellschaftlichen Wandel leisten möchte.

Ziel und Gründungsanspruch der Medizinischen Hochschule Brandenburg ist es, eine den Anforderungen an den späteren Beruf Rechnung tragende moderne und praxisnahe sowie freiheitliche und ganzheitliche Ausbildung zu etablieren. Mit der Qualifizierung und Bildung von fachlich versierten, menschlich kompetenten und gesellschaftlich engagierten Ärzten und Psychologen will die Universität aktiv einen Beitrag zur Lösung aktueller Problemlagen und zur bestmöglichen Patientenversorgung für das Land leisten. In Brandenburg. Und darüber hinaus.

Weitere Informationen unter www.mhb-fontane.de


25. Januar 2019

Dr. Gabriele Schare-Ruf, Fachärztin für Allgemeinmedizin, ist Kreisvorsitzende der FDP in Ostprignitz-Ruppin und bringt sich aktiv in die Gesundheitspolitik ihrer Partei ein.

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